Portable Wärmebildkamera für Hochtemperaturmessungen

Portable Wärmebildkamera PYROVIEW 480N für Hochtemperaturmessungen von 600 °C bis 1500 °C (optional 1400 °C bis 3000 °C) bei kurzen Wellenlängen von 0,8 µm bis 1,1 µm (Bildnachweis: Shutterstock.de/Aleattin Yildirim, DIAS Infrared GmbH)
Portable Wärmebildkamera PYROVIEW 480N für Hochtemperaturmessungen von 600 °C bis 1500 °C (optional 1400 °C bis 3000 °C) bei kurzen Wellenlängen von 0,8 µm bis 1,1 µm (Bildnachweis: Shutterstock.de/Aleattin Yildirim, DIAS Infrared GmbH)

Die portable Infrarotkamera PYROVIEW 480N von DIAS Infrared wird insbesondere in Schmiedebetrieben und Stahlwerken eingesetzt, weil Prozesstemperaturen schnell und sicher ermittelt und überwacht werden können. Sie wurde speziell für diesen Anwendungsbereich entwickelt mit der Maßgabe mögliche Fehlmessungen zu vermeiden.

 

Erfassen von 172800 Messpunkten gleichzeitig

Generell sind Messungen mit einer Infrarotkamera genauer und von der messenden Person unabhängiger als die in vielen Fällen verwendeten handgehaltenen Pyrometer. Dies wird deutlich, wenn das Messprinzip betrachtet wird. Ein Pyrometer misst immer ein Integral in einem meist kreisförmigen Messfeld (Messfleck), wobei die Messfeldgröße vom Messabstand abhängt. In der Praxis heißt das, dass der Mitarbeiter im richtigen Abstand und an der richtigen Stelle das Messobjekt anvisieren muss und während der Messung das Pyrometer möglichst nicht bewegen sollte. Dies ist nicht immer einfach, so dass oft verschiedene Personen auch verschiedene Messergebnisse am gleichen Objekt ermitteln. Dieser subjektive Faktor ist bei der Wärmebildkamera PYROVIEW 480N portable nicht relevant, weil in kurzer Zeit (Bildfrequenz 25 Hz, Einstellzeit 80 ms) 480 x 360 = 172800 Messpunkte gleichzeitig erfasst werden. Diese sind so klein, dass zum Beispiel bei aktivierter Maximalwertfunktion die interne Bildverarbeitung immer den heißesten Punkt am Messobjekt automatisch ermitteln kann, unabhängig von der konkreten Ausrichtung der Kamera. Einzige notwendige Bedingung ist das manuelle Scharfstellen der Optik. Aufgrund der großen Schärfentiefe und der Anwendung im Hochtemperaturbereich (ab 600 °C) ist der Abstand meist so groß, das alle Objekte mit der Optikeinstellung „unendlich“ erfasst werden können. Somit sind keine Einstellungen vor Ort nötig und man kann einfach die Kamera grob auf das Messobjekt ausrichten und messen.

 

Vorteile durch kurzwelligen Messbereich

Es können dann sowohl Einzelbilder als auch ganze Filmsequenzen im internen Speicher abgelegt werden. Damit lassen sich auch dynamische Prozesse oder schnelle Vorgänge sehr gut analysieren. Es können ca. 10000 Bilder im fest eingebauten Speicher gehalten werden. Über eine LAN-Verbindung werden diese einfach ausgelesen und mit der mitgelieferten Infrarotbild-Auswertesoftware PYROSOFT Compact oder Professional am PC (Windows) analysiert. Somit lassen sich periodisch ermittelte Anlagenzustände auch sehr gut vergleichen und dokumentieren. Außerdem können alle Messungen am PC nachbereitet werden.

Ein bei kurzen Wellenlängen von 0,8 µm bis 1,1 µm arbeitender Hochdynamik-Si-Bildsensor gestattet einen durchgängigen Messbereich von 600 °C bis 1500 °C oder optional von 1400 °C bis 3000 °C. Die kurzen Wellenlängen minimieren drastisch die Temperaturmessfehler durch mögliche Emissionsgradfehleinstellungen gegenüber Infrarotkameras im Standardspektralbereich von 8 µm bis 14 µm.

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